Verschiedene Mineralwasserflaschen

 

Das liebe Geld:

Mineralwasser (1 l PET) kostet etwa 0,18 € bis 0,70 €, Trinkwasser dagegen nur 0,001 € bis 0,002 € pro Liter.

Bei einem Verbrauch von 3 Litern täglich für zwei Personen ergeben sich pro Jahr:

  • Mineralwasser: ca. 197 € bis 767 €
  • Trinkwasser: ca. 1 € bis 2 €

Ein Kubikmeter Trinkwasser kostet rund 1 € bis 2 €, ein m³ Mineralwasser dagegen 500 € bis 700 €. Zusätzlich fallen beim Trinkwasser meist noch Abwasserkosten von etwa 0,003 € bis 0,005 € pro Liter an.

Unsere Tipps:

  • Trinken Sie täglich mindestens 1,5 Liter Wasser (Leitungs‑ oder Mineralwasser). Da das Durstgefühl im Alter nachlässt, bewusst und regelmäßig trinken.
  • Leitungswasser ist in der Regel einwandfrei, kann aber durch alte Hausleitungen beeinflusst werden – vor dem Trinken kurz ablaufen lassen.
  • Bei selbst aufgesprudeltem Wasser auf gründliche Hygiene von Geräten und Flaschen achten.
  • Informieren Sie sich bei Gemeinde oder Wasserwerk über die Trinkwasserqualität, besonders wichtig für Säuglinge und Schwangere.
  • Für gesunde Menschen mit ausgewogener Ernährung ist eine zusätzliche Mineralstoffzufuhr über Mineralwasser meist nicht notwendig.
  • Speziell gekennzeichnetes Wasser für Säuglingsnahrung wird laut Umweltbundesamt nur in Ausnahmefällen empfohlen.

Trinkwasser, Mineralwasser oder Tafelwasser

Wasser zum Leben:

Wasser ist lebensnotwendig: Es unterstützt den Stoffwechsel, ermöglicht biochemische Reaktionen und ist für die Entgiftung durch die Nieren unerlässlich. Ausreichendes Trinken fördert Gesundheit und Wohlbefinden. Etwa die Hälfte der Flüssigkeit wird über Nahrung aufgenommen, die restlichen rund 1,5 Liter sollten über Getränke, idealerweise Leitungswasser, zugeführt werden.

Trinkwasser, Mineralwasser oder Tafelwasser

Trinkwasser

ist ein streng kontrolliertes Lebensmittel mit festen Grenzwerten. Obwohl pro Person täglich rund 125 Liter Wasser verbraucht werden, dienen nur etwa 3 % dem Trinken und der Essenszubereitung. Trinkwasser muss jederzeit hygienisch und chemisch einwandfrei sein. Es stammt meist aus Grundwasser und benötigt oft nur geringe Aufbereitung; bei Oberflächenwasser sind umfangreiche Reinigungsverfahren nötig.

Mineralwasser

stammt aus geschützten unterirdischen Quellen und darf nur mit amtlicher Anerkennung als „Natürliches Mineralwasser“ bezeichnet werden. Es wird kaum aufbereitet; erlaubt sind z. B. Belüftung, Filtration und Kohlensäurezusatz. Für Mineralwasser gelten weniger Grenzwerte als für Trinkwasser.

Quellwasser

kommt ebenfalls aus unterirdischen Vorkommen, unterliegt jedoch geringeren Anforderungen als natürliches Mineralwasser. Mindestgehalte an Mineralstoffen oder ursprüngliche Reinheit sind nicht vorgeschrieben.

Tafelwasser

ist kein natürliches Wasser, sondern eine Mischung aus Trink- und Mineralwasser. Für seine Qualität gelten die gesundheitlich relevanten Grenzwerte der Trinkwasserverordnung.

Aufgesprudeltes Leitungswasser

ist eine praktische Alternative zu Mineralwasser. Sprudelgeräte versetzen Leitungswasser mithilfe von Kohlensäurepatronen mit Kohlensäure – ganz ohne Strom. Das verbessert den Geschmack und bietet einen gewissen Keimschutz.

Wichtig sind Hygiene und richtige Lagerung: Möglichst kaltes Wasser verwenden, im Kühlschrank lagern und am besten am selben Tag trinken. Flaschen und Gerät sollten regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden.

Gläser mit frischem Trinkwasser
Person trinkt frisches Wasser aus einer Flasche im Freien

Trinkwasser und Mineralwasser unterscheiden sich je nach Region und Geologie in ihrer Zusammensetzung. Natürliches Mineralwasser enthält im Durchschnitt deutlich mehr Mineralstoffe als Leitungswasser. Für gesunde Menschen sind diese Unterschiede meist unbedeutend, bei bestimmten Erkrankungen kann der Mineralgehalt jedoch relevant sein. Während Trinkwasser aufgrund strenger Vorgaben meist unproblematisch ist, sollte bei Mineralwasser auf das Etikett geachtet werden.

Wichtige Inhaltsstoffe und Wirkungen:

  • Mineralstoffgehalt:
    • gering (< 500 mg/l): für den täglichen Gebrauch
    • sehr gering (< 50 mg/l): geeignet bei Nierensteinen und Bluthochdruck
    • hoch (bis 1.500 mg/l): nur bei medizinischem Bedarf
  • Bikarbonat (> 600 mg/l): fördert die Verdauung
  • Sulfat (> 200 mg/l): abführend
  • Chlorid (> 200 mg/l): beeinflusst Darm, Leber und Galle
  • Calcium (> 150 mg/l): sinnvoll bei Milchallergie, Schwangerschaft, Wachstum
  • Magnesium (> 50 mg/l): hilfreich bei Stress
  • Fluorid (> 1 mg/l): unterstützend bei Osteoporose
  • Eisen (> 1 mg/l): geeignet bei Blutarmut
  • Kohlensäure (> 250 mg/l): ungeeignet bei Magen‑Darm‑Problemen
  • Natrium:
      •  200 mg/l: nicht empfohlen bei Bluthochdruck
      • < 20 mg/l: empfohlen bei Bluthochdruck

Angesichts der CO₂-Diskussionen bietet Trinkwasser klare ökologische Vorteile gegenüber Mineralwasser. Mineralwasser verursacht durch Abfüllung, Verpackung, Transport, Lagerung sowie Entsorgung oder Reinigung der Flaschen einen höheren Umweltaufwand.

Trinkwasser wird dagegen über das bereits vorhandene Leitungsnetz bereitgestellt und verursacht keinen zusätzlichen Transport oder Verpackungsmüll. Dadurch ist seine Ökobilanz deutlich besser als die von Mineralwasser.

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Aktuell kommt es im Bereich Dornröschenweg / Märchenstraße zu Störungen in der Wasserversorgung. Grund ist ein Wasserrohrbuch. Unser Service-Team ist bereits vor Ort. Vielen Dank für Ihre Geduld!

Aktuelle Störung: Wasserrohrbruch in Garbsen-Mitte
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Wasserschutzgebiete & Wassergewinnung​

Damit auch in längeren Trockenphasen jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht, planen wir unsere Wasserversorgung mit ausreichenden Sicherheitsreserven. Dazu gehört die passende Auslegung unserer Brunnenkapazitäten ebenso wie die enge Zusammenarbeit mit benachbarten Wasserversorgungsunternehmen. Über sogenannte Übergabestellen können wir bei Bedarf zusätzliche Wassermengen beziehen.

Darüber hinaus engagieren wir uns aktiv bei der Mitgestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen. Unser Ziel ist eine dauerhaft sichere Trinkwasserversorgung. Dabei gilt ein klarer Grundsatz: Trinkwasser hat Vorrang vor allen anderen Nutzungen.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die kontinuierliche Modernisierung unserer Transport- und Rohrnetze. Durch die Erneuerung von Leitungen und Hausanschlüssen reduzieren wir Wasserverluste und erhöhen die Versorgungssicherheit.

In kritischen Situationen informieren wir frühzeitig und transparent über die aktuelle Versorgungslage – zum Beispiel über die Wasserampel hier auf unserer Website.

Dabei gilt: Gemeinsam können wir durch umsichtiges Verhalten viel bewirken. 

Klimaschutz

Die Qualität und Zuverlässigkeit einer sicheren Wasserversorgung hängen von vielen Faktoren ab: von den verfügbaren Ressourcen, den rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Stand der Technik sowie vom sozialen und wirtschaftlichen Umfeld.

Die grundlegende Voraussetzung für all diese Faktoren ist jedoch das Klima.

Der Klimawandel verändert diese Grundlage zunehmend spürbar. Weltweit lassen sich bereits heute deutliche Veränderungen beobachten:

  • Gletscher in den Hochgebirgen sowie das ewige Eis in Arktis und Antarktis schmelzen in rasantem Tempo
  • Meeresströmungen verändern ihre Temperatur und Stärke
  • Permafrostböden tauen erstmals großflächig auf.
  • Der Meeresspiegel steigt kontinuierlich an.
  • Gleichzeitig nehmen Extremwetterereignisse wie Starkregen, Stürme und Rekordtemperaturen deutlich zu.

Auch in unseren Regionen sind die Auswirkungen klar erkennbar. Natur- und Klimaphänomene sowie extreme Wetterereignisse häufen sich. Während die Niederschläge im Sommer tendenziell abnehmen und längere Trockenperioden – wie zuletzt im Jahr 2018 – häufiger auftreten, nehmen die Niederschläge im Winter insgesamt zu. Diese fallen jedoch zunehmend in Form von Starkregen.

Starkregen bedeutet kurze, sehr intensive Niederschläge mit großen Wassermengen. Das Wasser fließt dabei häufig oberflächlich ab, statt langsam in den Boden einzusickern und das Grundwasser zu erneuern. Die Folgen sind Bodenerosion sowie ein verstärkter Eintrag biologischer und chemischer Stoffe in den Untergrund.

Diese Entwicklungen stellen neue Herausforderungen für den Schutz der Wasserressourcen und eine dauerhaft sichere Trinkwasserversorgung dar.

Nachhaltigkeit

Seit 2015 haben wir sämtliche Innen- und Außenbeleuchtungen schrittweise auf moderne LED-Technik umgestellt. Gleichzeitig wurden herkömmliche Unterwasser-Motorpumpen nach und nach durch energieeffiziente Permanent-Magnetmotoren ersetzt.

Im Jahr 2017 erfolgte zudem die umfassende Erneuerung der Pumpenanlage im Wasserwerk Forst Esloh (WWFE). Dabei wurden ältere Pumpen durch moderne, bedarfsgerecht gesteuerte Hochfrequenzpumpen ersetzt. Auch in der Druckerhöhungsanlage Metel kamen neue Reinwasserpumpen zum Einsatz. Ergänzend wurden bestehende Pumpen optimiert und nachjustiert, um ihren Energieverbrauch weiter zu senken.

Diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Strombedarf unserer Anlagen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

Auch in Zukunft setzen wir diesen Weg konsequent fort. Als nächste Projekte sind unter anderem geplant:

  • die Erneuerung der Pumpenanlage in der Druckerhöhungsanlage Horst

  • die Installation einer eigenen Photovoltaikanlage im Wasserschutzgebiet Forst Esloh, um einen Teil des Energiebedarfs im Wasserwerk selbst zu decken

So verbessern wir Schritt für Schritt die Energieeffizienz unserer Wasserversorgung – nachhaltig, verantwortungsvoll und im Sinne unserer Kundinnen und Kunden.

Naturschutz

Unser Boden hat vielfältige Funktionen: Er ist Lebensraum für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Er liefert uns Nahrungsmittel und nachwachsende Rohstoffe. Er filtert das Grundwasser und ist Raum vieler für unser Ökosystem wichtiger Stoffkreisläufe. Zunehmend erkannt wird seine Funktion für den Klimaschutz. So ist im Bodenhumus mehr Kohlenstoff gespeichert als in unseren Wäldern. Böden spielen damit eine tragende Rolle im Ökosystem und sind eine essenzielle Lebensgrundlage, die wir schützen müssen.

Durch den Menschen geprägte Böden – ob durch Besiedelung, der landwirtschaftlichen Nutzung oder dem Abbau von Rohstoffen – sind nur mit sehr großem Aufwand renaturierbar. Wir müssen deshalb die Böden als ein wertvolles begrenztes Gut erkennen, das wir nur sorgsam nutzen dürfen. Das Wasser bzw. der Wasserhaushalt spielt für gesunde Boden eine zentrale Rolle. Als WVGN sind wir in die Prozesse der hydrologischen Gestaltung unserer Umwelt in unserer Region stets eingebunden. Wir sind uns der Verantwortung zwischen der Nutzung bzw. Entnahme des Wassers zur Trinkwasserversorgung und gleichzeitiger Bewirtschaftung der Räume zu langfristigen Erhaltung der Natur bewusst und stellen uns den damit verbundenen Aufgaben.

Gewässerschutz

Oberflächennahe Grundwasservorkommen versorgen Pflanzen mit Wasser und bilden wertvolle Feuchtbiotope. Das Grundwasser tritt in Quellen zu Tage und speist Bäche und Flüsse. Qualität und Menge des Grundwassers beeinflussen damit auch die Oberflächengewässer. Mehr als 70 % des Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser. Es ist daher die wichtigste Trinkwasserressource Deutschlands.

Deutschland hat gutes bis sehr gutes Trinkwasser. Die Qualität wird häufig und regelmäßig überwacht und entspricht den strengen Güteanforderungen der Trinkwasserverordnung. Auch der problematische Parameter Nitrat weist immer seltener Grenzwertüberschreitungen auf. Hier wurde der zulässige Grenzwert von 50 mg/l 1996 noch bei 2,2 % der Proben überschritten, im Berichtsjahr 2010 lag der Anteil an Proben, die den Grenzwert überschritten, bereits bei nahezu 0%.

Die konsequente Anwendung des Vorsorgeprinzips ist deshalb von ganz besonderer Bedeutung. Dazu gehört auch eine systematische, regelmäßige Überwachung des Grundwassers, für die in Deutschland die Länder zuständig sind. Dadurch lassen sich Gefährdungen des Grundwassers frühzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen können rechtzeitig ergriffen werden.

In Kooperation mit der Landwirtschaft arbeiten wir für den vorbeugenden Trinkwasserschutz in unseren Wassereinzugsgebieten. Da uns eine bodenschonende, nitratarme Bewirtschaftung der Flächen sehr wichtig ist, beraten und unterstützen wir die Landwirtschaft in Schutzkonzepten. Gemeinsam leisten wir so aktiven, nachhaltigen Grundwasser- und Naturschutz. Derzeit leiten wir als WVGN die Geschäftsführung für die Kooperation Hagen/Schneeren. Unterstützt werden die vorbeugenden Maßnahmen aus den ELER-Fonds für die Gewässerschutzberatung sowie Landesmittel unter anderem für freiwillige Maßnahmen (z. B. gewässerschonende Fruchtfolge, Zwischenfruchtanbau).