Naturschutz
Unser Boden hat vielfältige Funktionen: Er ist Lebensraum für zahlreiche Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Er liefert uns Nahrungsmittel und nachwachsende Rohstoffe. Er filtert das Grundwasser und ist Raum vieler für unser Ökosystem wichtiger Stoffkreisläufe. Zunehmend erkannt wird seine Funktion für den Klimaschutz. So ist im Bodenhumus mehr Kohlenstoff gespeichert als in unseren Wäldern. Böden spielen damit eine tragende Rolle im Ökosystem und sind eine essenzielle Lebensgrundlage, die wir schützen müssen.
Durch den Menschen geprägte Böden – ob durch Besiedelung, der landwirtschaftlichen Nutzung oder dem Abbau von Rohstoffen – sind nur mit sehr großem Aufwand renaturierbar. Wir müssen deshalb die Böden als ein wertvolles begrenztes Gut erkennen, das wir nur sorgsam nutzen dürfen. Das Wasser bzw. der Wasserhaushalt spielt für gesunde Boden eine zentrale Rolle. Als WVGN sind wir in die Prozesse der hydrologischen Gestaltung unserer Umwelt in unserer Region stets eingebunden. Wir sind uns der Verantwortung zwischen der Nutzung bzw. Entnahme des Wassers zur Trinkwasserversorgung und gleichzeitiger Bewirtschaftung der Räume zu langfristigen Erhaltung der Natur bewusst und stellen uns den damit verbundenen Aufgaben.
Unser Einsatz für die Umwelt
Gewässerschutz
Oberflächennahe Grundwasservorkommen versorgen Pflanzen mit Wasser und bilden wertvolle Feuchtbiotope. Das Grundwasser tritt in Quellen zu Tage und speist Bäche und Flüsse. Qualität und Menge des Grundwassers beeinflussen damit auch die Oberflächengewässer. Mehr als 70 % des Trinkwassers stammen aus dem Grundwasser. Es ist daher die wichtigste Trinkwasserressource Deutschlands.
Deutschland hat gutes bis sehr gutes Trinkwasser. Die Qualität wird häufig und regelmäßig überwacht und entspricht den strengen Güteanforderungen der Trinkwasserverordnung. Auch der problematische Parameter Nitrat weist immer seltener Grenzwertüberschreitungen auf. Hier wurde der zulässige Grenzwert von 50 mg/l 1996 noch bei 2,2 % der Proben überschritten, im Berichtsjahr 2010 lag der Anteil an Proben, die den Grenzwert überschritten, bereits bei nahezu 0%.
Die konsequente Anwendung des Vorsorgeprinzips ist deshalb von ganz besonderer Bedeutung. Dazu gehört auch eine systematische, regelmäßige Überwachung des Grundwassers, für die in Deutschland die Länder zuständig sind. Dadurch lassen sich Gefährdungen des Grundwassers frühzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen können rechtzeitig ergriffen werden.
In Kooperation mit der Landwirtschaft arbeiten wir für den vorbeugenden Trinkwasserschutz in unseren Wassereinzugsgebieten. Da uns eine bodenschonende, nitratarme Bewirtschaftung der Flächen sehr wichtig ist, beraten und unterstützen wir die Landwirtschaft in Schutzkonzepten. Gemeinsam leisten wir so aktiven, nachhaltigen Grundwasser- und Naturschutz. Derzeit leiten wir als WVGN die Geschäftsführung für die Kooperation Hagen/Schneeren. Unterstützt werden die vorbeugenden Maßnahmen aus den ELER-Fonds für die Gewässerschutzberatung sowie Landesmittel unter anderem für freiwillige Maßnahmen (z. B. gewässerschonende Fruchtfolge, Zwischenfruchtanbau).
